Partner
Services
Statistiken
Wir
Monomyth: Further (Review)
Artist: | Monomyth |
|
Album: | Further |
|
Medium: | CD | |
Stil: | Psych / Instrumental |
|
Label: | Suburban / Soulfood | |
Spieldauer: | 45:22 | |
Erschienen: | 19.09.2014 | |
Website: | [Link] |
Schlagzeuger Sander dürfte das bekannteste Mitglied dieser niederländischen Band sein, jedenfalls unter Stoner-Insidern, die ihn als Mitglied von 35007 in Erinnerung behalten haben. Auch MONOMYTH, die mit "Further" ihre zweite Veröffentlichung einreichen, lassen sich in die Instrumental-Schublade einordnen, haben aber einen längeren Atem, mögen den Weltraum und finden auch verspielte Psychedelia gut.
Das auf einem hypnotischen Groove fußende "Ark-M", dessen melodisches Motiv innerhalb von zehn Minuten immer schrulliger wird und an Dichte gewinnt, steht zu Beginn maßgeblich für den Stil der Band. ALKALOID-Gitarrist Thomas van den Reydt mag selbstverliebte, die MONOMYTHS Kompositionen dahingehend gut stehen, dass sie einem willkürlich improvisatorischen Eindruck vorbeugen.
Nichts auf "Further" mutet schludrig oder wahllos platziert an. Selbst das knapp 18-minütige Epos "6EQUJ5" verzeichnet keine Leerstellen, sondern geht als prima Neuzeitfassung früher Hawkwind mit einem Schuss krautiger Proto-Elektronik (TANGERINE DREAM, NEU!) durch, das allerdings mit einem kraftvoll metallischen Ende. Eine warm flirrende Orgel, die mal an klassischen Seventies-Hardrock und dann wieder an die britischen Vorreiter OZRIC TENTACLES erinnert (höre das wie die Briten Bass-lastige "Spheres") setzt den nur selten programmatisch Gitarrenwände aufbauenden Tracks ein Sahnehäubchen auf. Der kurze Antreiber "Collision" eignet sich prima zur Einfindung in die Materie.
FAZIT: Mit MONOMYTH schicken die Niederlande einen weiteren heißen Mitbewerber aufs Schlachtfeld der analogen Überzeugungstäter. "Further" klingt dabei aber null angestaubt, sondern besticht durch zeitlos schwebende, aber beileibe nicht zarte Musik, die gezielt geschrieben statt zusammengestückelt anmutet.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Ark-M
- Spheres
- Collision
- 6EQUJ5
- Bass - Selwyn Slop
- Gitarre - Thomas van den Reydt
- Keys - Peter van der Meer, Tjerk Stoop
- Schlagzeug - Sander Evans
- Monomyth (2013) - 12/15 Punkten
- Further (2014) - 11/15 Punkten
- Orbis Quadrantis (2019) - 12/15 Punkten
-
keine Interviews